"Alyas Kinder Band 1 - Die Suche " von Kerstin Zussy




Fantasy-Roman
292 Seiten
verschiedene S/W Abbildungen
Taschenbuch
ISBN 978-3-7322-3124-9



Dromania bestand einst aus fünf Königreichen. Über den Königen stand Alya, die Sonnengöttin, die über die Jahreszeiten und die Elemente herrschte.

Doch unter den friedlich lebenden Menschen gab es einen, der ihre Macht forderte. Wanwar. Der mächtige Krieger wurde machthungriger und baute ein riesiges Heer auf. Schließlich forderte er Alya zum Kampf heraus!

 

So kam es zu einer gewaltigen Schlacht, in deren Verlauf Alya ins Exil flüchtete. Doch mit ihrer Flucht wurde die Welt ins Chaos gestürzt!

 

Naturgesetze folgten nun eigenen Regeln und brachten Tod und Verderben unter die Siedler. Die Jahreszeiten gerieten völlig durcheinander und prallten nun wahllos und ohne System aufeinander.

 

Mitten in diese Unordnung wurden vier Kinder mit besonderen Gaben geboren, auf denen bald schon die Hoffnung aller Bewohner ruhte, die Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Doch dazu benötigen sie die Priester der Elemente.

 

Wird es ihnen gelingen, Alya wieder zu erwecken und die alte Ordnung wieder herzustellen?



Leseprobe

Der Einstige Niedergang

Die Menschen von Dromania lebten im Einklang mit der Sonnengöttin Alya und ihrem Lichtvolk. Sie herrschte über die Jahreszeiten und die Elemente, was für das Land sehr entscheidend war, deshalb wurde die Göttin hoch verehrt. Es lag an ihr, wie ertragreich die Ernte ausfallen würde, und so pilgerten zahlreiche Bauern zu Beginn des Frühlings zum Sonnentempel und brachten ihr Gaben, um sie wohlwollend zu stimmen.
Lange Zeit blieb es auch so. Doch unter den friedlich lebenden Menschen gab es einen, dessen Verlangen nach ihrer Macht ins Un­ermessliche stieg. Wanwar. Noch waren seine Krieger in der Unterzahl, um das Lichtvolk zu bekämpfen, das die Sonnengöttin bewachte. Deshalb rückte sein karges Heer von Kriegern aus und nahm unzählige Männer in Gefangenschaft, um seine Armee zu vergrößern.
Während unter den Gefangenen die stärksten für die Armee ein­gezogen wurden, schufteten die schwächeren an der Fertigstellung der Mauer, die den ganzen Süden einnahm.
Unaufhörlich wuchs Wanwars Streitmacht. Doch eines Tages wurde unter den Sklaven eine Frau entdeckt. Es war eine Schlammhexe aus dem Brockmoor, wie Wanwar erkannte. Er wusste um ihre Un­sterblichkeit und so ließ er sie in den Kerker sperren. Immer wieder wurde sie von ihm geschändet, bis ein Kind gezeugt war. Nachdem sie ihm einen Sohn gebar, nahm sich Wanwar des Kindes an und tötete die Schlammhexe. Eine Verbindung des Bösen war erschaffen, dessen Seele düsterer war als die finsterste Nacht.
Die Schlacht um Dromania hatte begonnen und war nicht mehr aufzuhalten. Wie ein roter Teppich überzogen Wanwars blutrünstige Truppen das Land, unterwarfen alles, was sich ihnen in den Weg stellte, bis auch das letzte Königreich vernichtet war! Schließlich stürmten sie Alyas Tempel, doch der Übermacht ihrer Lichtkrieger war selbst Wanwars gewaltiges Heer nicht gewachsen. Es folgte die entsetzlichste Schlacht, die Dromania je erlebt hatte! Doch letztlich unterlag Wanwar mit seinen Kriegern Alyas übermächtigen Truppen und trat den Rückzug an.
Der Sonnengöttin war durchaus bewusst, dass er eines Tages mit einem weit größeren Heer zurückkehren würde, um dennoch den Sieg über sie herbeizuführen. Seine folgende Schreckensherrschaft würde ganz Dromania im Elend versinken lassen! Dies galt es unter allen Umständen zu verhindern. Alya musste seiner Machtgier für immer ein Ende bereiten, selbst wenn dies von Dromanias Bevölkerung weitere Opfer verlangte. Nur so konnte sie diese Welt von der Bedrohung durch Wanwar befreien.
Die Menschen wurden vom Lichtvolk gewarnt und zu Tausenden machten sie sich sogleich auf den Weg, um die erhöht liegenden Gegenden aufzusuchen.
Dann ließ Alya den Großmagier Baldor in ihren Tempel bringen und schloss mit ihm ein Bündnis. Auf ihre Anweisung stieß er seinen Zauberstab in die Steintafel, die im Zentrum des Tempels ruhte. Ein gleißender Lichtstrahl schoss daraus empor und durchbrach die gläserne Tempelkuppel. Der Strahl bahnte sich seinen Weg weiter in den finsteren Himmel und gab dem Volk Dromanias das Vorzeichen des Niedergangs. Daraufhin zerfiel die Steintafel in vier gleichgroße Teile. Als Alya sie berührte schrumpften die Bruchstücke zu vier kleinen Würfeln. Diese übergab sie Baldor zusammen mit einem kleinen, pyramidenförmigen Relikt und ließ ihn so schnell wie möglich in die Höhen des Donnerbruchs bringen, damit er den nahenden Untergang überlebte. Nachdem sie den Magier in Sicherheit wusste, wartete sie geduldig mit ihrem Lichtvolk auf die bevorstehende Schlacht.
Die Sonne war kaum versunken, als das Heer am Horizont gesichtet wurde. Wanwar hatte nur ein starres Ziel vor Augen. Er war blind vor Besessenheit und bemerkte nicht, was um ihn herum geschah. Der Himmel über dem Tempel verfinsterte sich und bildete gigantische Wirbelstürme hinter der Armee, die ihr den Fluchtweg versperrten. Blitze schlugen um sie herum ein und entflammten die Wälder. Alya ließ die Erde erbeben, dann trat der endgültige Niedergang ein. Eine gewaltige Wassermasse überrollte das Land, vernichtete Wanwar und seine Krieger ebenso wie Alya mit ihrem Lichtvolk.

Doch sie hinterließ eine Prophezeiung: Eines Tages werden vier mit Symbolen gezeichnete Kinder geboren, die besondere Gaben besitzen. Sie müssen die Priester der Elemente finden, damit Alya mit ihrem Lichtvolk wieder auferstehen kann, um ein neues Zeitalter einzuleiten.

...


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